Alltag zwischen Himmel und Erde
Vier Spezialisten
Die Rettungsflieger sind ein eingespieltes Team. Der Pilot und sein zweiter Mann, der Bordmechaniker, kommen aus einer Fliegerstaffel der Bundeswehr. Wer am Rettungszentrum Hamburg Dienst leistet, kommt meist aus dem Lufttransportgeschwader 63 im schleswig-holsteinischen Hohn und muss mindestens 1000 Flugstunden haben, denn die fliegerischen Bedingungen in einer Großstadt stellen hohe Anforderungen. "Heutzutage heißt das, dass einer fünf, sechs Jahre geflogen sein muss, bevor er hierher kommt," erklärt Stabsfeldwebel Jochen Soyka, der Bordmechanikermeister.
Arzt und Rettungsassistent kommen vom Bundeswehrkrankenhaus (BWK) in Hamburg. Sie müssen die Befähigung zum Rettungsdienst mitbringen. Eine stabile Psyche kann auch nicht schaden, denn nicht jeder wird mit dem Stress fertig. Wenn die "Mediziner" des Teams gerade mal nicht im Helikopter sitzen, wartet der ganz normale medizinische Dienst im Krankenhaus.
Für die "Flieger" im Team bedeutet "Bereitschaft" eine Woche lang Dienst im Rettungszentrum des BWK. Ansonsten leisten sie normalen Dienst als Soldaten der Bundeswehr in ihren Heimatverbänden. "Die Leute, die die Serie gucken, glauben immer, dass wir nur Rettungsflieger sind. Aber wir machen das ganze Spektrum des militärischen Fliegens," so Oberleutnant "Börny" Bernau. Dazu gehören dann auch Nachtflug, SAR-Bereitschaft, taktischer Tiefflug und das Absetzen von Fallschirmspringern. Und natürlich "Jetties retten" - das Notfalltraining mit den Tornado- und Phantom-Piloten auf offener See.


